Nintendo stoppt GameCube-Produktion
Nintendo wird die Produktion seiner Spielkonsole GameCube stoppen, bis alle Lagerbestände des Geräts verkauft sind. Das kündigte Nintendo-Chef Satoru Iwata in Tokio an.
Der GameCube-Produktionsstopp soll bis Herbst andauern, wie groß die Lagerbestände noch sind, wollte Iwata nicht sagen. Der Nintendo-Chef räumte ein, dass man mit dem Produkt ins Straucheln geraten sei und nicht rechtzeitig für einen konstanten Nachschub an neuen, interessanten Spielen gesorgt habe.
Kritik übte Iwata zudem an der zunehmenden Komplexität von Computerspielen. Sie erforderten "viel Zeit und Energie" und würden viele Spieler abschrecken.
Als Reaktion auf diese Entwicklung kündigte Iwata ein vollkommen neuartiges Produkt an, das sich von den aktuellen Spielkonsolen unterscheiden soll. Details dazu wurden jedoch nicht genannt.
Rätselraten um neues Nintendo-ProduktKeine Angst vor Sonys PSP
Von Sonys mobiler Konsole PSP erwartet sich Iwata keine großen Auswirkungen auf Nintendos Geschäft. Es sei jedoch richtig, dass der Spielemarkt im vergangenen Jahr "dramatisch" geschrumpft sei und im laufenden Jahr weiter schrumpfen werde, so der Nintendo¿Chef.
Große Hoffnungen setze das Unternehmen in den chinesischen Markt, auf dem Konsolenspiele noch kaum verbreitet seien.
Außerdem kündigte der Nintendo-Präsident ein Bonussystem an, bei dem Treuepunkte für gekaufte Produkte in Prämien eingetauscht werden können. Für das Club Nintendo genannte System erwartet Iwata zwischen 300.000 und 500.000 Kunden im ersten Jahr.
