Mobilfunk überholt Festnetz
Erstmals haben die Österreicher mehr Mobilfunk- als Festnetzdienste inklusive Internet genutzt
Wie die am Dienstag von der Regulierungsbehörde RTR publizierte Studie "Telekom Monitor" zeigt, setzt sich in Österreich der schnelle Internet-Zugang über DSL weiter durch.
Mit Ende September 2006 gab es in den österreichischen Haushalten und Unternehmen insgesamt 1.359.000 Breitbandanschlüsse. Laut RTR stieg die Anzahl dieser schnellen Verbindungen zum Netz damit innerhalb eines Jahres um 25 Prozent.
Mobilfunk weiter stark
Hinsichtlich der Anzahl der Gesprächsminuten legte die Mobiltelefonie kräftig zu. Die Österreicher nutzten, so RTR-Chef Georg Serentschy, im dritten Quartal 2006 erstmals das Handy intensiver als das Festnetz inklusive traditioneller Internet-Einwahl via Modem und analoges Telefonnetz.
Im dritten Quartal 2006 telefonierten die Österreicher 3.360 Millionen Minuten in Mobilnetzen. Im Vergleich der ersten drei Quartale 2006 mit dem gleichen Zeitraum 2005 ergibt sich eine Steigerung von 13,5 Prozent. Die Festnetzminuten sanken vom dritten Quartal 2005 auf das dritte Quartal 2006 um etwa sechs Prozent auf 3.165 Millionen.
In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres wurden in Österreich 1.443 Millionen SMS verschickt. Das sind 23 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2005. Im Vergleich dazu unattraktiv bleibt die MMS, die im Quartalsdurchschnitt 2006 rund 6,8 Millionen Mal versandt wurden.
