NRW erprobt elektronische Krankenakte
Mit elektronischen Patientenakten sollen in Nordrhein-Westfalen [NRW] künftig Diagnosen verbessert sowie Doppeluntersuchungen und falsche Medikation vermieden werden.
Erste Pilotprojekte für Brustkrebspatientinnen sollen noch in diesem Jahr unter dem Titel "Mamma@kte.nrw" in Düsseldorf und Essen beginnen. Ziel sei die bundesweite Einführung elektronischer Patientenakten, sagte NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer am Dienstag in Düsseldorf. Das Projekt vernetzt Krankenhäuser und Arztpraxen.
Initiative seit 1999
Es ist Teil einer Landesinitiative, die seit 1999 daran arbeitet,
Informations- und Kommunikationsprozesse zwischen den Partnern im
Gesundheitswesen zu vereinfachen.
Gesundheitsministerium NRWFischer erläuterte, für Arztpraxen gebe es mehr als 200 verschiedene Softwaresysteme, für Krankenhäuser zehn. Ziel sei ein einheitliches System zur Dokumentation und Datenübermittlung für die ganze Bundesrepublik.
Eine Studie habe ein Einsparpotenzial von fünf Milliarden Euro jährlich errechnet, wenn elektronische Patientenakten, Gesundheitskarten und Rezepte in Deutschland flächendeckend Wirklichkeit würden.
