One-Ergebnis übertrifft Erwartungen
Der drittgrößte österreichische Mobilfunkanbieter hat im ersten Halbjahr 2003 ein positives Betriebsergebnis und ein zweistelliges Umsatzplus erzielt.
Vor allem durch die verstärkte Nutzung von One-Services sowie durch zusätzliche Kunden sei der Umsatz von Jänner bis Juni um 12 Prozent auf 327,5 Mio. Euro gestiegen, sagten One-Vorstandsvorsitzender Jorgen Bang-Jensen und One-Finanzvorstand Christian Schrötter.
Das Betriebsergebnis [EBIT] drehte von minus 4,6 auf plus 24,9 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] stieg um 48 Prozent auf 103,6 Mio. Euro, die EBITDA-Marge erhöhte sich von 24 auf 32 Prozent.
Über eigenen Erwartungen
Mit diesen Ergebnissen liege man "deutlich über den eigenen
Erwartungen", betonte Schrötter. One habe bereits heuer - zwei Jahre
vor Tilgungsplan - im März damit begonnen, Kredite im Ausmaß eines
zweistelligen Millionenbetrags zurückzuzahlen.
One startet mit 300 WLAN-HotspotsTrend zum Zweithandy
Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde [ARPU] beträgt bei One 35 Euro. Der Österreicher gebe im EU-Vergleich im Schnitt um elf Prozent mehr für Telekomdienste aus als andere Europäer.
One hatte per Ende Juni 1,370 Mio. Kunden [SIM-Karten], 54 Prozent davon sind Vertragskunden.
Am österreichische Mobilfunkmarkt gebe es wider Erwarten weiterhin ein Kundenwachstum. Schrötter ortet auch einen starken Trend zum Zweithandy: "Über 10 Prozent unserer Kunden haben eine zweite SIM-Karte".
Größere Bewegungen im Kundenbereich - vor allem im Geschäftskundenbereich - erwartet One von der künftigen Einführung der mobilen Rufnummernportabilität, die eine Mitnahme der Handynummern inklusive Vorwahl bei einem Betreiberwechsel erlaubt.
Der SMS-Nachfolger MMS [Multi Media Services] beginne indes abzuheben, meint Bang-Jensen. Der Datenanteil am One-Gesamtumsatz betrage derzeit inklusive SMS und MMS rund 18 Prozent.
Antrag auf Bankkonzession
Um die rechtlichen Vorgaben für die zunehmenden
Geld-Transaktionen zu erfüllen, werde One in drei bis vier Monaten -
ebenso wie bereits Mobilkom und T-Mobile - bei der
Finanzmarktaufsicht eine Banklizenz beantragen, so Bang-Jensen.
T-Mobile Austria startet eigene BankUMTS-Technologie noch nicht reif
Eine neuerliche zeitliche Verschiebung ortet Bang-Jensen bei der dritten Mobilfunkgeneration UMTS: "Wir hatten auf einen kommerziellen Launch im dritten Quartal gehofft, aber es gibt noch zu wenig Handys und die Technologie ist noch nicht ganz reif".
One werde aber jedenfalls die regulatorische Vorgabe der 25-prozentigen Netzabdeckung bis Jahresende 2003 erfüllen. One werde insgesamt 700 Mio. Euro in den UMTS-Aufbau stecken.
Die vorerst in Deutschland und den Niederlanden thematisierten Steuerrückerstattungen für die ersteigerten UMTS-Mobilfunklizenzen könnten auch in Österreich ein Thema werden, meint Schrötter. Die Branche warte derzeit allerdings auf eine EU-weit einheitliche Regelung.
1.400 Mitarbeiter
Die Vertragsunterzeichnung über die Auslagerung der
One-Netzwerkes und der dazugehörigen rund 200 One-Mitarbeiter an
Alcatel ist im September geplant. Alcatel hatte sich gegen 15
Mitbewerber durchgesetzt, darunter auch Siemens und Kapsch. One
beschäftigt knapp 1.400 Mitarbeiter.
One verhandelt mit Alcatel
