MGM-Rückzug drückt Vivendi-Aktien
Der überraschende Rückzug der Hollywood-Filmstudios Metro-Goldwyn-Mayer [MGM] aus dem Bieterkreis für die Unterhaltungssparte von Vivendi Universal [VUE] hat den Aktienkurs des französischen Medienunternehmens am Mittwoch deutlich ins Minus gedrückt.
Am Mittwoch lagen Vivendi-Aktien an der Pariser Börse 3,2 Prozent im Minus bei 15,62 Euro. In New York tendierten die Titel 3,7 Prozent tiefer bei 17,83 USD. MGM-Aktien tendierten hingegen mit rund sieben Prozent im Plus bei 13,75 USD.
Am Dienstagabend hatte MGM seinem Ausstieg aus dem Bieterwettbewerb um VUE bekannt gegeben und dies mit unterschiedlichen Preisvorstellungen begründet. MGM hatte 11,5 Milliarden USD für die Sparte geboten. Vivendi wollte den Preis nach Angaben aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen auf nahezu 14 Milliarden USD hochtreiben.
Branchenexperten zufolge könnte der Rückzug der Filmstudios dazu führen, dass Vivendi mit dem Versuch scheitert, einen höheren Preis für VUE zu bekommen.
Vivendi lehnt MGM-Angebot abVUE-Zukunft weiter offen
Analysten halten es aber für fraglich, ob MGM nun endgültig aus dem Rennen ist. Möglicherweise sei der angekündigte Rückzug nur ein strategischer Schachzug, um die eigene Verhandlungsposition zu verbessern.
Mit dem einstweiligen Rückzug von MGM reduziert sich die Zahl der Bieter auf vier. Im Rennen bleiben vorerst Liberty Media, der TV-Sender NBC, Viacom und eine Gruppe um den früheren Universal-Eigentümer Edgar Bronfman.
Vivendi soll die Auktion bis Mitte Ausgust beenden wollen und danach in endgültige Verkaufsverhandlungen eintreten. Vivendi hatte sich aber unzufrieden mit den bisherigen Offerten gezeigt und als Alternative für einen Verkauf auch einen Börsengang der Sparte ins Spiel gebracht.
