Testlauf für Fingerabdrücke im Pass

Deutschland
27.02.2007

Ab März wird in Deutschland das Antragsverfahren für den neuen Reisepass mit zwei elektronisch gespeicherten Fingerabdrücken getestet.

Dieser soll von November an ausgegeben werden und langfristig alle alten Dokumente ersetzen.

"Im Feldtest werden wir die Erfassung, Qualitätssicherung und Übertragung der Fingerabdruckdaten im Echtbetrieb prüfen und der technischen Lösung den Feinschliff geben", so der deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble.

Mit der Probephase in 20 Bürgerämtern solle sichergestellt werden, dass die Umstellung auf das elektronische Passantragsverfahren zum 1. November 2007 bundesweit reibungslos verlaufen könne.

Bisher wird auf deutschen wie auch österreichischen Reisepässen ein digitales Passbild auf einem Chip gespeichert.

Vorerst Pässe ohne Fingerprints

In ausgewählten Behörden werden ab März bei jedem Antrag auf einen elektronischen Pass [E-Pass] zwei Fingerabdrücke des Antragstellers eingescannt, auf hinreichende Qualität überprüft und zur Bundesdruckerei nach Berlin übermittelt.

Wer einen elektronischen Pass beantragt, gibt nach Ministeriumsangaben zwar seine Fingerabdrücke ab, erhält jedoch ­den E-Pass der ersten Generation - ohne Fingerabdrücke im Chip.

Für die Antragsteller soll die Passgebühr in den Testbehörden um fünf Euro billiger werden. Die zwischengespeicherten Fingerabdruckdaten seien von den Passbehörden umgehend nach Aushändigung des beantragten Passes zu löschen, so das Ministerium.

(dpa)