29.07.2003

TELEKOM

Bulgarische BTK geht an AT-Kapital

Die nationale bulgarische Telekom-Gesellschaft BTK geht nach einem Gerichtsbeschluss doch an österreichische Investoren und nicht an ein von der Regierung favorisiertes türkisches Konsortium.

Das Oberste Verwaltungsgericht in Sofia entschied den Streit in letzter Instanz zu Gunsten des in Österreich eingetragenen Unternehmens Viva Ventures, eine Tochter der amerikanischen US-Investmentgesellschaft Advent International, die unter anderem auch an der insolventen Wiener CyberTron beteiligt ist.

Die bulgarische Privatisierungsbehörde hatte zunächst 65 Prozent an BTK an Viva Ventures verkauft.

Viva Ventures klagte

Der Vertrag, der einen Kaufpreis von 210 Mio. Euro und Investitionen in Höhe von 700 Mio. Euro vorsah, wurde jedoch vom Aufsichtsrat der Agentur abgelehnt. Viva Ventures hatte dagegen geklagt.

Noch vor der Entscheidung des Gerichts brachte die Regierung aber Verhandlungen mit einem türkischen Konsortium aus Koc Holding und Türk Telekom zum Abschluss.

Der neue Vertrag sah einen Kaufpreis von 215 Mio. Euro vor. Außerdem wollte das türkische Konsortium 615 Mio. Euro in die BTK investieren sowie ihr Kapital um 50 Mio. Euro aufstocken.