LVMH angeblich an Endemol interessiert

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26.02.2007

Luxusmarke "Big Brother"?

Für die Übernahme des "Big Brother"-Produzenten Endemol gibt es möglicherweise einen weiteren Interessenten. Der Chef des weltgrößten Luxusgüterkonzerns Moet Hennessy - Louis Vuitton [LVMH], Bernard Arnault, wolle ein Kaufangebot des leitenden Direktors von Endemol France, Stephane Courbit, unterstützen, meldete die "Financial Times" am Montag.

Bei den Plänen gehe es um eine persönliche Investition Arnaults, schrieb das Blatt ohne Quellenangabe. Der Kurs der Endemol-Aktie legte daraufhin im frühen Handel 3,4 Prozent zu.

Wilde Verkaufsgerüchte

Eine LVMH-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen erfuhr Reuters am Montag allerdings, dass Arnault und Courbit vor mehreren Monaten Gespräche geführt hätten. "Seitdem ist die Akte aber so gut wie tot", hieß es in den Kreisen weiter.

Der spanische Telekom-Riese Telefonica könnte nach Informationen aus Marktkreisen bereits in den kommenden Tagen mit dem Verkauf seines 75-prozentigen Anteils an Endemol beginnen. Als potenzielle Interessenten gelten Endemol-Gründer John de Mol, Investmentfirmen sowie Italiens größter börsennotierter TV-Sender Mediaset. Die TV-Produktionsgesellschaft, die im November 2005 von Telefonica an die Börse gebracht worden war, hat eine Marktkapitalisierung von 2,8 Milliarden Euro.

(Reuters)