26.07.2003

UNSICHER

Sicherheitslücken bei US-Wahlcomputern

Forscher der Johns-Hopkins- und der Rice-Universität haben in einer Überprüfung der elektronischen US-Wahlsoftware gravierende Schwachstellen entdeckt.

So ist es aufgrund zu niedriger Sicherheitsstufen für einen Wähler möglich mit einer gefälschten Wahlkarte mehrere Male für einen Kandidaten zu stimmen.

Die Software wurde von Diebold Election Systems entwickelt und ist, laut Diebold, bis jetzt bei Wahlen in Georgia, Kalifornien und Kansas zum Einsatz gekommen.

Beliebig viele Stimmen abgeben

Mit Hilfe sogenannter "Smart Cards", die jeder Wähler zugeschickt bekommt, können Stimmen abgegeben werden. Wird die Karte in ein elektronisches Lesegerät geschoben, kann der Wähler auf einem Touch-Screen seinen Kandidaten auswählen.

Die Smart Cards sind jedoch leicht zu fälschen. Mit einer präperierten Karte könnten dann beliebig viele Stimmen abgegeben werden.

Entwertung umgehen

Ein weiteres Sicherheitsleck ist der Mechanismus, mit dem die "Smart Card" nach der Stimmabgabe entwertet wird. In einem Verfahren wird die Karte vom Computer von gültig auf ungültig geschrieben und sollte somit nicht mehr verwendet werden können.

Aufgrund der kaum vorhandenen Verschlüsselungen der "Smart Card" könnte die Karte jedoch mit wenig Aufwand umprogrammiert werden.