"TI wird zu Europas 'Nummer eins'"
Der Chef der Telecom Italia [TI], Marco Tronchetti Provera, will sein Unternehmen zur europäischen "Nummer eins" im Telekom-Geschäft machen, was Rentabilität und Kundendienstleistungen betrifft.
In einem am Donnerstag erschienenen Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" betonte Tronchetti Provera, TI sei in Europa einer der wenigen Telekom-Konzerne, der in den letzten zwei Jahren in allen Bereichen gewachsen sei.
Jährlich will die TI, die derzeit noch mit 14,8 Prozent an der Telekom Austria beteiligt ist, weiter vier bis fünf Mrd. Euro investieren. Viel hänge jedoch von der Marktentwicklung ab. "Es muss das Vertrauen in die Finanzmärkte zurückkehren. Es muss wieder zu Wachstum kommen. Dies wird nicht sofort eintreten, doch die Prämissen dafür sind vorhanden", so der Manager.
Tronchetti: Allianzen gegen feindliche ÜbernahmeAlle Versprechen erfüllt
Tronchetti Provera, seit zwei Jahren an der Vorstandsspitze, sagte, er habe alle Versprechen erfüllt, die er bei der Übernahme des Chefsessels im Juli 2001 gemacht hätte:
"Wir haben die Gesellschaftsstruktur und das Management erneuert und dabei auf Innovation und auf Kundenservice gesetzt. Wir haben die Verschuldung um rund 10 Milliarden Euro reduziert und dabei stets das Wachstum im Auge gehalten. Zum Schluss haben wir das Schachtelsystem vereinfacht, über das Telecom Italia kontrolliert wird."
Der Manager betonte, er werde auch künftig auf Innovation und Forschung setzen, damit TI weiterhin zu Europas wettbewerbsfähigsten Unternehmen gehöre. "Die großen Protagonisten werden nicht mehr als fünf oder sechs sein. Wir werden zu ihnen zählen", so Tronchetti Provera, der Akquisitionen für die kommenden Monaten nicht ausschloss.
