24.07.2003

EUROPA

Schlaue Handys sind der Renner

Nach zwei durchwegs enttäuschenden Jahren ist ziemlich abrupt wieder Bewegung in den Handymarkt gekommen. Der Run auf "Smart Phones", also auf Handys, die mehr als nur telefonieren können, sorgt in Europa für Zuwächse wie in den wilden Zeiten der so genannten New Economy.

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Canalys hat Marktführer Nokia im zweiten Quartal 2003 in der Region EMEA [Europa, Naher Osten, Afrika] 838 650 Endgeräte ausgeliefert.

Das entspricht einer Zuwachsrate von exakt 1316 Prozent gegenüber Q2 2002, wo es nicht einmal 60.000 Stück Hardware waren.

Sony-Ericsson liegt mit 165.000 ausgelieferten Smart Phones zwar weit hinter dem Marktführer aus Finnland zurück, konnte seinen Marktanteil gegenüber dem Vorjahreszeitrum von ein auf zehn Prozent erhöhen.

Sony-Ericsson

Die abnorme Zuwachsrate von über 3000 Prozent ist einerseits darauf zurückzuführen, dass Sony-Ericsson erst Anfang 2002 mit der Produktion derartiger Geräte begonnen hatte.

Zum anderen signalisieren die Prozentzuwächse der führenden Hersteller, dass ein enorm entwicklungsfähiger Markt für "Smart Phones" vorhanden ist.

Palm, HP und die Handhelds

Mit 211.000 Stück mischt zwischen beiden Playern aus der Telekom-Bracnche allerdings der Handheld-Hersteller Palm ganz vorne mit. Auch bei den Handhelds hat der Markt nach starken Einbrüchen kräftig angezogen, für Palm hiess das in Quartal 3 plus 45 Prozent gegenüber dem Vorjahrszeitraum.

Für HP, an denen diese Entwicklung mit zwei Prozent Wachstum offenbar vorbeigegangen ist, sieht Canalys allerdings Wachstumspotenzial im laufenden Quartal.