Schlaue Handys sind der Renner
Nach zwei durchwegs enttäuschenden Jahren ist ziemlich abrupt wieder Bewegung in den Handymarkt gekommen. Der Run auf "Smart Phones", also auf Handys, die mehr als nur telefonieren können, sorgt in Europa für Zuwächse wie in den wilden Zeiten der so genannten New Economy.
Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Canalys hat Marktführer Nokia im zweiten Quartal 2003 in der Region EMEA [Europa, Naher Osten, Afrika] 838 650 Endgeräte ausgeliefert.
Das entspricht einer Zuwachsrate von exakt 1316 Prozent gegenüber Q2 2002, wo es nicht einmal 60.000 Stück Hardware waren.
Sony-Ericsson liegt mit 165.000 ausgelieferten Smart Phones zwar weit hinter dem Marktführer aus Finnland zurück, konnte seinen Marktanteil gegenüber dem Vorjahreszeitrum von ein auf zehn Prozent erhöhen.
Bis 2006 werde sich der Anteil der Fotohandys in Westeuropa von derzeit neun auf 66 Prozent erhöhen, meint der Marktforscher Gartner. 2004 soll der Anteil auf 21 Prozent steigen, 2005 auf 45 Prozent.
2006 zwei Drittel aller Handys mit KameraSony-Ericsson
Die abnorme Zuwachsrate von über 3000 Prozent ist einerseits darauf zurückzuführen, dass Sony-Ericsson erst Anfang 2002 mit der Produktion derartiger Geräte begonnen hatte.
Zum anderen signalisieren die Prozentzuwächse der führenden Hersteller, dass ein enorm entwicklungsfähiger Markt für "Smart Phones" vorhanden ist.
Da beide auf Symbian setzen, wurde die Vorherrschaft dieses Betriebssystems mit zusammen einer Million ausgelieferter Endgeräte noch deutlicher.
Handys und Spielekonsolen fusioniertPalm, HP und die Handhelds
Mit 211.000 Stück mischt zwischen beiden Playern aus der Telekom-Bracnche allerdings der Handheld-Hersteller Palm ganz vorne mit. Auch bei den Handhelds hat der Markt nach starken Einbrüchen kräftig angezogen, für Palm hiess das in Quartal 3 plus 45 Prozent gegenüber dem Vorjahrszeitraum.
Für HP, an denen diese Entwicklung mit zwei Prozent Wachstum offenbar vorbeigegangen ist, sieht Canalys allerdings Wachstumspotenzial im laufenden Quartal.
Im vorhergehenden sei HP hauptsächlich damit beschäftigt gewesen, seine Produktlinie aufzuräumen, sagte Chris Jones, Direktor des Telekom-Marktforschers, die Resultate würden in den kommenden Monaten zu sehen sein.
Die Zahlen von Canalys im Detail
