23.07.2003

PERSPEKTIVEN

MMS-Nutzung noch marginal

Geht es nach dem internationalen Marktforschungsinstitut A.T. Kearney [Sample: 6.000 Personen in 15 Ländern], dann sind 64 Prozent der Befragten bereit, für das Versenden von Bildern via Handys [MMS] zu bezahlen.

Die Marktforscher von Research International [Sample: 600 Personen] kommen bei einer österreichischen Studie im Auftrag des Mobilfunkbetreibers tele.ring hingegen zu einem ganz anderen Ergebnis: Fotos via Handy versenden sei lediglich für 9 Prozent "extrem wichtig", für 39,75 Prozent hingegen "überhaupt nicht wichtig".

Handy-Erneuerungsrate ist hoch

Knapp die Hälfte [48 Prozent] aller Anwender hätten sich in den vergangenen zwölf Monaten ein neues Handy angeschafft, weitere 31 Prozent planen dies im kommenden Jahr, so A.T.Kearney. In der Gruppe der unter 19-Jährigen erwarten demnach 29 Prozent, dass ihr Handy Fotos und Musik downloaden kann.

Statische Informationen wie Nachrichten und Wetter werden laut Studie "deutlich mehr nachgefragt" als dynamische Informationen wie aktuelle Börsen- oder Finanzdaten oder Location Based Services.

A.T.Kearney-Telekomexperte Bernhard Kickenweiz sagt, was Mobilfunker hören wollen: "Leistungsfähigere Mobiltelefone, erfahrenere Anwender und gestiegene Anwenderfreundlichkeit sorgen für wachsendes Vertrauen in die Technologie und bereiten das Feld für mobiles Multimedia und UMTS auf."

Für Amerikaner seien Sicherheitsaspekte besonders wichtig, während Europäer "eher auf Kostenfragen und Technologie sensibilisiert sind". Kickenweiz: "Die Japaner - die sicherlich die meiste Erfahrung mit mobilen Datendiensten haben - interessieren sich dagegen in erster Linie für das Tastatur-Layout, Inhalte und Zugriffsgeschwindigkeit."

Interesse an mobilen Bezahldiensten

Auch als Vertriebsinstrument birgt das Mobiltelefon noch erstaunliches Potenzial, so die Unternehmensberater-Studie. In der Zielgruppe der 19- bis 34-jährigen seien mehr als die Hälfte bereit, mobile Bezahl-Services auszuprobieren.