23.07.2003

EHE & BRUCH

Virtuelle Untreue immer öfter Trennungsgrund

Immer mehr Verheiratete nutzen das Internet zum außerehelichen Flirten und Kontakte Knüpfen. Dies hat eine Studie von Forschern der Florida Universität ergeben.

Dabei fühlen sich die Ehepartner aber keineswegs schuldig, da der Ehebruch ja meist nur virtuell geschieht.

"Das Internet wird schon bald die häufigste Form der Untreue sein, wenn es nicht bereits so ist," so die Wissenschaftlerin Beatriz Mileham. "Niemals zuvor war das Treffen mit anderen Interessierten so einfach wie online."

Chat-Bekanntschaften als Trennungsgrund

Immer öfter werden Chat-Bekanntschaften als Trennungsgrund angegeben, bestätigen auch US-Beziehungsberater.

In den meisten Fällen gaben die für die Studie befragten Eheleute an, ihren Partner zwar zu lieben, aber sich über die Anonymität des Internets trotzdem gerne einen zusätzlichen erotischen Kick holen zu wollen.

Gründe, die die Leute dazu bringen, das Wagnis über das Internet einzugehen sind oft Langeweile, Vernachlässigung durch den Partner oder die Sehnsucht nach Abwechslung.

"Die Männer gaben mehrheitlich an, dass fehlendes sexuelles Interesse der Gattin der Grund für die Cyber-Abenteuersuche ist," so Mileham.

Doch was als Flirt im Netz beginnt endet öfter als man denkt auch in einer persönlichen Begegnung. Etwa ein Drittel der Befragten trafen ihre Chat-Partner im echten Leben und dies nicht mehr nur zum Plaudern.