Nikon greift Canon an
Sieben neue digitale Kompaktkameras
Der japanische Elektronikkonzern Nikon will mit einer Welle von sieben neuen kompakten Digitalkameras seinen Weltmarktanteil von 8,5 Prozent auf zehn Prozent ausweiten. Die im Vorfeld der wichtigen US-Fotoindustriemesse PMA vorgestellten Geräte sollen noch im Frühjahr in die Läden kommen.
Neues Flaggschiff der kleinen Nikons ist die Coolpix P5000 mit einer Auflösung von 10 Megapixel, 3,5fachem Zoom, Blitzschuh und umfangreichen fotografischen Einstellungsmöglichkeiten, die zu einem Listenpreis von knapp 500 Euro gegen Canons Kompaktmodell G7 antreten soll. Fortgeschrittene Digitalfotografen vermissen in beiden Kameras allerdings schmerzlich den RAW-Modus.
"Megapixel Race" geht leider weiter
Die hohe Auflösung von 10 Megapixel bedeutet bei den kleinen Sensoren der Kompaktkameras leider auch, dass die damit angefertigten Fotos bei höheren Empfindlichkeiten mehr Bildstörungen ["Rauschen"] aufweisen.
Nikon hatte sein Liefervolumen auf dem Markt für digitale Kompaktkameras zuletzt zurückgefahren, um dem Preiskampf in diesem Segment aus dem Weg zu gehen. Nun wollen die Japaner dank der neuen Modelle aber bald wieder zu zweistelligem Wachstum zurückkehren.
Mit angepeilten 6,5 Mio. Kompakt-Digitalkameras im laufenden Geschäftsjahr per Ende März liegt das Unternehmen noch weit hinter Marktführer Canon zurück, der im Jahr bis Ende Dezember 21 Mio. Stück ausliefern will. Dies wäre ein Plus von 13 Prozent.
Nikon setzte zuletzt verstärkt auf den Wachstumsmarkt der digitalen Spiegelreflexkameras für Amateure, was sich in einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft niederschlug. Der Gewinn stieg von Oktober bis Dezember 2006 auf 145,9 Millionen Euro gegenüber 92,3 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.
(APA | Reuters | futurezone)
