21.07.2003

FILTER

China will SMS-Versand total überwachen

Die chinesische Provinz Liaoning will nun verstärkt gegen Versender öbszöner oder beleidigender Handy-Kurzmitteilungen vorgehen.

Den Absendern derartiger SMS drohen strafrechtliche Konsequenzen. Auch Werbe-SMS, die zum Glücksspiel auffordern, stehen auf der schwarzen Liste der Behörden.

Das Medium SMS ist derzeit in China vor allem wegen des günstigen Preises beliebt. Eine Botschaft kostet 15 Fen [etwa zwei Euro-Cent].

Die Behörden sehen in der neuen Kommunikationsmöglichkeit aber eine Gefahr: Durch SMS-Nachrichten könnten unwahre Gerüchte und reaktionäres Gedankengut in die Welt gesetzt werden, die eine Massenpanik auslösen könnten.

Überwachung aller versandten SMS

China fördert zwar die Nutzung moderner Technologien wie dem Internet, versucht aber gleichzeitig durch Zensur der Inhalte, die Bevölkerung von regierungskritischen Berichten und westlichen Nachrichten fernzuhalten.

Die chinesische Regierung überwacht schon jetzt E-Mails und Chat-Rooms und blockiert Teile des Internets. Einen Großteil der gesperrten Websites machen westliche Medienseiten aus, betroffen sind aber die Bereiche Unterhaltung, Bildung und Religion und Seiten von Menschenrechtsorganisationen.

Auch eine "High-Tech"-Lösung, welche eine Überwachung aller SMS und eine schnelle Ausforschung der Täter ermöglicht, soll bereits vorhanden sein.

Mit welcher genauen Methode man die etwa zehn Millionen pro Tag versandten SMS überwachen will, wird aber nicht verraten. "Das ist ein Geheimnis," so ein offizieller Sprecher der Behörden.