PeopleSoft hat J.D. Edwards übernommen
Der US-Softwarehersteller PeopleSoft hat nach wochenlangem Ringen mit der Konkurrenz die Übernahme des kleineren US-Wettbewerbers J.D.Edwards erfolgreich abgeschlossen.
Das Unternehmen habe nun rund 88 Prozent der Aktien von J.D.Edwards erworben, teilte PeopleSoft am Freitag mit. Mit dem Erwerb der restlichen Aktien von J.D.Edwards sei bis Ende August zu rechnen.
"Mit der kraftvollen Kombination von PeopleSoft und J.D.Edwards entsteht das zweitgrößte Unternehmen für betriebswirtschaftliche Software in der Welt", erklärte PeopleSoft-Chef Craig Conway.
Oracle auf Platz drei verwiesen
Bisher hatte der Konkurrent Oracle den zweiten Platz am Markt für
betriebswirtschaftliche Software hinter der deutschen SAP belegt.
"PeopleSoft allein nicht überlebensfähig"Heftige Attacken von Oracle
Oracle hat seinerseits den PeopleSoft-Aktionären ein Übernahme-Angebot im Wert von 6,3 Milliarden USD unterbreitet, welches das PeopleSoft-Führungsgremium aber aus kartellrechtlichen Bedenken bereits mehrmals abgelehnt hatte.
"Mit oder ohne uns, PeopleSoft kann nicht überleben", erklärte Oracle-Chef Larry Ellison.
Langfristig könnten sie in dem Geschäft nicht mithalten. Der Markt von Anwendersoftware für Unternehmen werde sich künftig auf drei Anbieter beschränken: Oracle, das deutsche SAP und Microsoft.
Oracle gab sich vom Gelingen der Übernahme von PeopleSoft bis zuletzt überzeugt. "Wir sind entschlossen, das Ding zu Ende zu bringen", kündigte Ellison immer wieder an.
