Nokias Gewinn bricht ein
Der Gewinn des weltgrößten Handy-Herstellers Nokia ist im zweiten Quartal 2003 im Jahresvergleich eingebrochen.
Das operative Ergebnis schrumpfte um ein Drittel auf 818 Mio. Euro. Der Ertrag sei durch Umstrukturierungskosten in Höhe von 399 Mio. Euro in der Netzwerksparte Nokia Networks belastet worden, teilte das Unternehmen in Helsinki mit. Der Umsatz legte um ein Prozent auf gut sieben Mrd. Euro zu.
Unter dem Strich ergab sich ein Reingewinn von 624 Mio. Euro, ein Rückgang um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Nokia-Chef Jorma Ollila betonte, dass der finnische Weltmarktführer seinen Marktanteil bei den Mobiltelefonen mit 39 Prozent im zweiten Quartal nochmals gesteigert habe.
Auch der Umfang der Handyproduktion habe um 14 Prozent zugelegt, vor allem durch die Einführung von 13 neuen Modellen. "Insgesamt reflektieren unsere Umsätze aber die generelle Konjunkturschwäche und den schwachen US-Dollar", räumte Ollila ein. Ein starkes Umsatzwachstum in Europa wurde demnach durch geringere Umsätze vor allem im asiatisch-pazifischen Raum neutralisiert.
Handy-Markt anhaltend schwachSchwacher Ausblick
Nokia erwartet im dritten Quartal einen weiteren Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr.
An der Börse wurde der negative Ausblick und das Quartalsergebnis mit einem deutlichen Kursminus quittiert. Die Aktien gaben nach Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen mehr als zehn Prozent auf 14,07 Euro nach.
WestLB-Analyst Thomas Langer sagte, zwar sei die Gewinnsituation in der dominierenden Handy-Sparte bei Nokia im zweiten Quartal gut gewesen. "Aber dies wird angesichts der erwarteten schwachen Umsatzentwicklung nicht reichen, um dem Aktienkurs zu beflügeln", sagte der Analyst.
