Motorola verzeichnet Umsatzrückgang
Motorola hat im zweiten Quartal 2003 gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit einen deutlichen Umsatzrückgang von zehn Prozent auf 6,2 Milliarden USD [5,4 Mrd Euro] verbucht.
Der Gewinn betrug 119 Millionen USD oder fünf Cent je Aktie gegenüber einem auf Sonderfaktoren basierenden Verlust von 2,3 Milliarden USD im zweiten Quartal 2002.
Motorola-Präsident Mike Zafirovski nannte den Umsatzrückgang "enttäuschend". Das Umfeld für Technologiefirmen sei noch immer schwierig. Motorola litt aber auch unter dem verschärften Wettbewerb in China und den Auswirkungen der Lungenkrankheit Sars auf die dortige Nachfrage.
Motorola erwartet jetzt für das dritte Quartal 2003 einen Umsatz von 6,3 Milliarden USD bis 6,5 Milliarden USD.
Motorola kündigt 20 neue Handys anSparten
Der Umsatz der Handy-Sparte sackte im zweiten Quartal 2003 um 13 Prozent auf 2,3 Milliarden USD ab. Der Auftragseingang fiel gegenüber dem entsprechenden Vorjahresabschnitt um 13 Prozent auf 2,3 Milliarden USD.
Es wurden 15,8 Millionen Handys ausgeliefert, minus fünf Prozent. Motorola wies bei Handys einen operativen Gewinn von 91 Millionen USD aus.
Der Quartalsumsatz der Halbleitersparte fiel um elf Prozent auf 1,1 Milliarden USD. Es gab einen operativen Verlust von 125 Millionen USD gegenüber roten Zahlen von 1,3 Milliarden USD im zweiten Quartal 2002.
Im Telekom-Infrastrukturbereich gab es wegen der schwachen Infrastrukturausgaben der Mobilfunkunternehmen einen Umsatzrückgang von 17 Prozent auf eine Milliarde USD. Motorola verdiente hier allerdings 19 Millionen USD gegenüber 525 Millionen USD Verlust in dem entsprechenden Vorjahresabschnitt.
Das Geschäft der Systemsparte, die vor allem Washington sowie kommerzielle und industrielle Kunden bedient, lief wegen der Heimatschutz-Initiative der USA gut. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 996 Millionen USD und der operative Gewinn auf 114 Millionen USD.
