Sony Ericsson schreibt weiter Verluste
Der Handyhersteller Sony Ericsson schafft wegen Umstrukturierungskosten im laufenden Geschäftsjahr nicht den geplanten Sprung in die Gewinnzone.
Im zweiten Halbjahr 2003 will das schwedisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen allerdings schwarze Zahlen schreiben, wie Sony Ericsson am Dienstag mitteilte. Dabei helfen soll vor allem die Konzentration auf Produkte mit dem derzeit gängigen GSM-Standard und japanischen Standards.
Im zweiten Geschäftsquartal stieg der Vorsteuer-Verlust [inkl. Restrukturierungskosten] im Jahresvergleich von 98 auf 102 Millionen Euro. Der Fehlbetrag erhöhte sich von 83 auf 88 Millionen Euro. Allerdings habe Sony Ericsson mit 6,7 Millionen Handys um 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor ausgeliefert. Mit 1,125 Milliarden Euro stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent.
Der Marktanteil des kleinsten der fünf weltweit führenden Handy-Hersteller Nokia, Motorola, Samsung und Siemens stieg den Angaben nach auf 6,4 Prozent nach fünf Prozent im Vorquartal. Ein Marktanteil in dieser Höhe ist nach Worten von Vize-Chef Jan Wareby ausreichend, um schwarze Zahlen zu schreiben. Zuvor hatte das Unternehmen hierfür einen Marktanteil von sieben bis zehn Prozent als erforderlich genannt.
Handyabsatz kräftig gestiegenEinsparungen von 120 Millionen
Ende Juni hatte Sony Ericsson angekündigt, Arbeitsplätze abzubauen. Dies betrifft auch den Standort in München.
Unter anderem daraus entstünden der Gesellschaft Umstrukturierungskosten von insgesamt 70 Millionen Euro. Davon seien 58 Millionen Euro im zweiten Quartal verbucht worden.
Nach Abschluss der Umstrukturierungen strebt Sony Ericsson jährliche Einsparungen von etwa 120 Millionen Euro an. Erste Effekte sollen sich im zweiten Halbjahr 2003 bemerkbar machen.
