Sony ruft 18.000 Vaio-Laptops zurück
Der weltgrößte Hersteller von Unterhaltungselektronik, der japanische Elektronikkonzern Sony, hat am Donnerstag weltweit rund 18.000 Laptops des Typs Vaio zurückgerufen.
Der Konzern schätzte die Kosten dafür auf rund 4,24 Mio. USD. Das entspricht Unternehmensangaben zufolge 0,01 Prozent der Umsätze der Elektroniksparte im Jahr 2002. Es bestehe für die Nutzer des Laptops die Gefahr, unter bestimmten Betriebsbedingungen einen leichten Stromschlag zu erhalten, sagte eine Unternehmenssprecherin in den USA.
Weltweit 3,1 Mio. Vaios verkauft
Der Vaio ist das Flaggschiff der Sony-Laptops, und der Rückruf
betrifft das populäre Modell FR, das in den USA für rund 1.500 USD
verkauft wird. Bis März hat Sony weltweit 3,1 Millionen Exemplare
des Vaio verkauft.
SonyGroßteil in Japan ausgeliefert
Der Großteil der zurückgerufenen Computer sei in Japan ausgeliefert worden, rund 3.000 in den USA und etwa 2.000 in Europa, teilte das Unternehmen weiter mit. Sony werde die Rechner kostenlos reparieren. In Österreich sei von der Rückrufaktion eine einzige Notebookmarke, der Vaio FR 215 S, betroffen. Davon seien aus heutiger Sicht rund 38 Stück ausgeliefert worden.
Analysten sagten, die Kosten seien zu gering, um die Gewinnziele des weltweit sechstgrößten PC-Herstellers zu beeinträchtigen. Rückrufe könnten jedoch das Image des Unternehmens beschädigen, warnte Masahiro Ono von der Credit Suisse First Boston Japan.
Ende vergangenen Jahres rief das Unternehmen 40.000 PCs zurück und rutschte in seinem vierten Quartal [Ende 31. März] wegen schleppender Verkäufe unter anderem des Vaio tief in die roten Zahlen. Im April enttäuschte Sony die Anleger mit seinem Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr und wagte nur einen vorsichtigen Ausblick auf das neue Jahr.
