Last.fm spielt Warner-Musik
Musikkonzern lizenziert seinen Katalog
Nutzer von Last.fm können künftig den gesamten Warner-Katalog über das werbefinanzierte Streaming-Service und das geplante Premium-Abo-Service des in London ansässigen Musikempfehlungsdienstes hören. Das gaben die beiden Unternehmen am Montag bekannt.
Nach Angaben des Branchen-Weblogs Paidcontent.org verhandelt Last.fm, das nach eigenen Angaben 15 Millionen Nutzer hat, auch mit den Musikkonzernen Universal, Sony BMG und EMI über ähnliche Lizenzvereinbarungen.
Last.fm schlägt seinen Usern auf Grundlage der von ihnen gehörten und über ein System namens Audioscrobbler an den zentralen Server gemeldeten Musik neue Bands und Stilrichtungen vor und bringt über Social-Web-Funktionen User mit ähnlichem Musikgeschmack zusammen.
"Bedeutung von Communitys erkannt"
Der Warner-Katalog, in dem unter anderen Madonna und die Red Hot Chilli Peppers vertreten sind, soll zunächst US-Nutzern von Last.fm zugänglich gemacht werden und im Laufe der kommenden Wochen auch der europäischen Last.fm-Community zur Verfügung stehen.
Warner habe mit der Vereinbarung die zunehmende Bedeutung von Online-Communitys für das Musikgeschäft erkannt, sagte der Industrieanalyst Mike McGuire.
ORF.at sprach im vergangenen November mit Martin Stiksel, dem aus Österreich stammenden Mitbegründer von Last.fm, über den Online-Musikmarkt.
(futurezone | Reuters)
