"Columbia"-Schicksal beim Start besiegelt
Die Weltraumbehörde NASA hat den bisher stärksten Hinweis darauf, dass ein beim Start entstandender Schaden am Shuttle "Columbia" zum späteren Auseinanderbrechen der Raumfähre führte.
Nach US-Medienberichten vom Montag schlug bei einem neuen Test in Texas ein Stück Isolierschaum ein großes Loch in einen Hitzeschild-Teil des Shuttle.
Die unabhängige Kommission zur Untersuchung der Gründe für das Unglück vom 1. Februar hatte es bereits vor dem Test für wahrscheinlich gehalten, dass beim Start abgesprengter Schaum auf den linken "Columbia"-Flügel prallte und den Hitzeschild so stark beschädigte, dass das Shuttle den Wiedereintritt in die Atmosphäre nicht überstand.
Warnung vor "Columbia"-Absturz ignoriert"Rauchender Colt"
"Das hier ist der rauchende Colt", wurde Kommissionsmitglied Scott Hubbard zitiert.
Bei dem Test war ein knapp eineinhalb Pfund schweres Stück Schaum mit einer Geschwindigkeit von etwa 800 Stundenkilometern auf dem "Atlantis"-Teil aufgeprallt und hatte ein Loch mit einem Durchmesser von rund 40 Zentimetern verursacht.
Die Kollision war so stark, dass die Linse einer Kamera zum Filmen des Tests aus ihrer Fassung sprang.
