Ortsnetz-Konkurrenz kein Problem für DT
Der Chef der Festnetzsparte [T-Com] der Deutschen Telekom [DT], Josef Brauner, erwartet nach Informationen der "Financial Times Deutschland" ["FTD"] durch die weitere Öffnung des Ortsnetzes keine großen Einbußen.
Das Blatt zitiert in seiner Montag-Ausgabe Brauner mit den Worten: "Auf Grund des jetzigen Regulierungsumfeldes gehen wir davon aus, dass in den nächsten zwei Quartalen nichts passieren wird, was wir nicht schon budgetiert haben."
Brauner sei zuversichtlich, die der Konzernsparte für 2003 gesteckten Ziele zu erreichen. T-Com sei bei der Steigerung der Effizienz im grünen Bereich.
Beim Stellenabbau von insgesamt 30.000 Arbeitsplätzen bis Ende 2005 liege T-Com genau im Plan.
Deutschland reguliert OrtsnetzgesprächeKeine gravierenden Verluste
Obwohl Kunden seit Ende April über spezielle Vorwahlen pro Gespräch zu einem Telekom-Rivalen wechseln könnten, sei der Umsatzschwund nicht überraschend hoch, sagte Brauner dem Blatt.
Er erwarte, dass die Ortsnetzöffnung seine Sparte in diesem Jahr etwa 50 Millionen Euro Umsatz koste. In den kommenden Jahren würden die Einnahmen wohl jährlich um das Doppelte bis Vierfache dessen schrumpfen. Im vergangenen Jahr lag der Gesamtumsatz in dem wichtigsten Umsatz- und Gewinnträger der DT laut "FTD" bei 30 Milliarden Euro.
Von Mittwoch an können DT-Kunden nun auch im Ortsnetz wie schon bei Ferngesprächen dauerhaft zu einem DT-Rivalen wechseln [Preselection]. Seit Ende April ist das bereits über die Anbieter-Vorwahlen von Gespräch zu Gespräch möglich [call by call].
