Noch mehr Zulauf für Tauschbörsen
Die vor knapp zwei Wochen angekündigte Aktion scharf gegen Tauschbörsenuser scheint zumindest die User nicht im Sinne der Erfindung beeindruckt zu haben.
Der Verband der US-Musikindustrie [RIAA] hatte angekündigt, vermehrt die Namen einzelner User zu sammeln, um gegen sie Klagen einzureichen, so RIAA-Präsident Cary Sherman.
Laut Grokster-Chef Wayne Rosso hat die Aktivität in seiner Tauschbörse in den letzten Tagen um rund zehn Prozent zugenommen. Auch die Tauschbörse Morpheus berichtet von einem ähnlichen Trend.
Klagen gegen die eifrigsten Nutzer der Online-Plattformen auf Schadenersatz von jeweils 150.000 USD würden voraussichtlich in sechs bis acht Wochen eingereicht, sagte Sherman weiter.
Musikindustrie spielt mit einem BoomerangVermehrt Boykottaufrufe
Für Michael Weiss, CEO von Streamcast Networks, Betreiber von Morpheus, ist vor allem die verstärkte Medienpräsenz mit ein Grund für die ansteigenden Tauschaktivitäten.
Zudem mehren sich laut Weiss die Postings in den Morpheus-Foren, in denen User ihren Unmut über die Musikindustrie und deren Drohungen äußern. Demnach mehren sich die Stimmen, die Gruppen organisieren möchten, um den Kauf von CDs zu boykottieren.
Die RIAA macht das nicht autorisierte Herunterladen von Musik über Internet-Tauschbörsen wie KaZaA und Morpheus mit für den Einbruch ihrer Verkaufszahlen verantwortlich.
