Gegenprojekt zur US-Überwachung
Am 4. Juli, dem Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, hat das Massachusetts Institute of Technology [MIT] eine Datenbank über die US-Regierung gestartet.
Das Projekt "Government Information Awareness" [GIA] versteht sich nach eigenen Angaben als Gegenpol zu dem "Terrorist Information Awareness Programm" [TIA] der US-Regierung. Es will US-Bürgern die gleiche Möglichkeit geben die Aktivitäten ihrer politischen Vertreter zu beobachten, wie es TIA es andererseits der US-Regierung ermöglichen soll.
Die GIA-Website soll laut MIT nicht nur reine Linksammlung von US-Ministerien, öffentlichen Institutionen oder Regierungspapiere und Dokumente sein. Vielmehr hoffen die Betreiber eine selbsterhaltende Community zu schaffen, die das Projekt mit Informationen versorgt und dadurch weiter entwickelt.
GIA stammt von den MIT Media Labs, die es als eine Art Gegenmaßnahme gegen die staatliche Überwachung sehen.
Neuer Name für US-ÜberwachungsprojektOnline-Suche über Verbindungen
Ryan McKinley, ein an der Entwicklung beteiligter Student, hofft, dass Interessierte mithilfe von GIA besser Informationen über Politiker finden können, wie beispielsweise deren Verbindungen zu Bruderschaften und damit untereinander, anschließend Querverbindungen zu ihren Stimmauszählungen oder Unterstützer ihrer Wahlkampagnen.
Falsche Informationen in dem offenen Projekt hofft das Media Lab durch Selbstregulation verhindern zu können. User sollen dafür beispielsweise Postings nach ihrer Glaubwürdigkeit bewerten. Damit sollen nützliche Informationen von sich aus den Weg an die Spitze der "Suchcharts" schaffen.
McKinley hat die Site für den Anfang mit Datenbanken über Politik bestückt, seit Freitag soll GIA jedoch von Beiträgen der Community leben.
Überlastung
Aufgrund des Ansturms sind zahlreiche Features des Projekts
derzeit jedoch außer Betrieb.
Open Government Information Awareness
