Pixelpark auf Sanierungskurs
Der angeschlagene deutsche Internet-Dienstleister Pixelpark will nach seiner einschneidenden Sanierung im nächsten Jahr schwarze Zahlen schreiben.
Nach einem geringeren Verlust 2002 sei in diesem Jahr jedoch nochmals ein negatives Ergebnis zu erwarten, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit.
Für das vergangene Jahr wurde unter dem Strich ein Fehlbetrag von 38,4 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz sank um 51,8.Prozent auf 39,2 Millionen Euro. Der Hauptversammlung am 26. August soll zudem eine Halbierung des Grundkapitals vorgeschlagen werden.
"Wir haben eine Basis geschaffen, die es erlaubt, vernünftig weiterzuarbeiten", sagte Alleinvorstand Michael Riese. Das Unternehmen, einer der früheren Stars auf dem Neuen Markt, macht seit längerer Zeit Verluste und war durch interne Machtkämpfe geschwächt. Nach drastischem Personalabbau von einst 1.200 Beschäftigten auf nun 200 Mitarbeiter seien keine weiteren Schritte geplant.
Führungswechsel im PixelparkGesundschrumpfen
Mit der Halbierung des Kapitals von derzeit 20,1 Millionen Euro solle ein Schlussstrich unter die Vergangenheit gezogen werden, sagte Riese, der das Unternehmen seit April führt. Nach dem Rückzug aus Auslandsaktivitäten werde sich Pixelpark auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren.
Die Ausrichtung auf das Kerngeschäft schließe auch "zeitnahe" Zukäufe nicht aus, sagte Riese. Spektakuläre Großakquisitionen seien jedoch nicht geplant. Die Geschäftsmaxime laute Profit vor Wachstum.
In Zusammenhang mit der Schadenersatzklage gegen den Ende 2002 als Firmenchef entlassenen Unternehmensgründer Paulus Neef gebe es noch keine Ergebnisse. Hintergrund sind Vorwürfe, Neef habe beim Kauf der Schweizer ZLU-Gruppe, die dem Vater seiner damaligen Lebensgefährtin gehörte, einen zu hohen Preis gezahlt.
