Spam-Hersteller wehrt sich
Der Hersteller des wohl bekanntesten, wenn auch nicht im eigentlich Sinn, Dosenfleisches wehrt sich nun gegen den vermeintlich missbräuchlichen Gebrauch des Markennamens "Spam".
Der US-Hersteller Hormel will nun verhindern, dass "Spam Arrest LLC", eine US-Firma, die Software gegen unerwünschte Werbemails vertreibt, diesen Namen markenrechtlich schützen lässt.
Hormel hat beim US-Patentamt dagegen Einspruch erhoben. Begründet wird der Einspruch damit, dass die Firma "gute Reputationen und substanziellen Geschäftswert" mit seinem Dosenfleisch Spam und verwandten Produkten erzeugt hat, der durch das Ansinnen von Spam Arrest LLC zerstört werden würde.
Der US-Hersteller Hormel produziert seit 1937 das Dosenfleisch Spam [eine eigene Wortkreation aus Spiced Ham], die vor allem durch einen Sketch der britischen Komiker Monty Python einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Mittlerweile ist das Wort zum Synonym für unerwünschte Werbemails geworden.
SpamSpam oder Spam?
Die Firma argumentiert weiter, dass "Spam Arrest" dem Namen seines Produktes derart ähnelt, dass die Öffentlichkeit dadurch verwirrt werden würde oder glauben könnte, Hormel unterstützte die Produkte von Spam Arrest.
US-Anwälte zweifeln einen möglichen Erfolg von Hormel jedoch an, da das Wort mit einer völlig anderen Bedeutung bereits derart in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist.
Auf seiner Website bittet Hormel darum, den Begriff Spam im Gebrauch für Werbemails kleinzuschreiben, das Dosenfleisch dagegen in Versalien.
SPAM and the Internet
