Rapides Wachstum bei Sony Ericsson
61,5 Prozent mehr Mobiltelefone verkauft als 2005
Laut am Montag bekannt gegebenen Zahlen des Marktforschungsunternehmens iSuppli war Sony Ericsson im vierten Quartal 2006 das dynamischste Unternehmen auf dem Weltmarkt für Mobiltelefone.
Den US-Marktforschern zufolge konnte das japanisch-schwedische Gemeinschaftsunternehmen in diesem Zeitraum 61,5 Prozent mehr Mobiltelefone absetzen als im Herbst 2005: Die Absätze stiegen von 16,1 Millionen auf 26 Millionen Einheiten.
Insgesamt verkaufte Sony Ericsson im Jahr 2006 74,8 Millionen Mobiltelefone weltweit; 2005 waren es noch 51,1 Millionen.
Ein finnischer Platzhirsch
Nokia bleibt aber mit 348 Millionen verkauften Mobiltelefonen im Jahr 2006 Weltmarktführer. Allein im vierten Quartal 2006 verkauften die Finnen 106 Millionen Handys. Der stärkste Wachstumsschub für Nokia kam aus Europa. 32 Prozent der im vierten Quartal von Nokia verkauften Mobiltelefone blieben nämlich auf dem Heimatkontinent des Unternehmens.
Motorola verfehlte kürzlich zwar seine Unternehmensziele für das vierte Quartal des vergangenen Jahres, konnte aber immerhin 22,3 Prozent mehr Handys absetzen als im Vergleichszeitraum 2005. Hier stieg die Zahl der verkauften Einheiten für das Gesamtjahr 2006 von 146 Millionen auf satte 217,4 Millionen. Diese Steigerung von 48,6 Prozent verdanke das Unternehmen, so iSuppli, dem "Razr-Effekt". Das beliebte Telefonmodell habe im vergangenen Jahr die ganze Mobilfunkindustrie beeinflusst.
Zurückfallende Koreaner
Etwas schlechter läuft das Geschäft bei den koreanischen Herstellern Samsung und LG. LG fiel in der Rangliste der größten Mobiltelefonhersteller auf Platz fünf zurück. Der Konzern setzte 2006 64,4 Millionen OEM-Mobiltelefone ab - immerhin 17,4 Prozent mehr als die 54,9 Millionen von 2005. Im vierten Quartal 2006 stagnierten die Verkäufe des Unternehmens beinahe.
Samsung verkaufte 2006 insgesamt 117,9 Millionen Mobiltelefone. 2005 waren es noch 102,9 Millionen. Das Unternehmen muss sich in einem hart umkämpften Markt behaupten, in dem seine Wachstumsrate von 14,6 Prozent noch als schwach gilt.
