USA gegen Telemarketer
Die Federal Communications Commission [FCC] hat am Donnerstag die Regeln verschärft, an die sich so genannte Telemarketer halten müssen.
Telemarketing ist in den USA weit verbreitet und führt dazu, dass Personen manchmal mehrmals am Tag von verschiedenen Verkäufern angerufen werden, um ihnen Produkte oder Dienstleistungen anzubieten.
Die FCC hat sich nun einstimmig dazu entschlossen, Telemarketer in die Schranken zu weisen. Personen können sich in eine Opt-out-Liste eintragen, an die sich Unternehmen halten müssen. Ansonsten drohen Strafen von bis zu 11.000 USD pro Anruf. Der Belästigte selbst wiederum kann in diesem Fall 500 USD einfordern.
"Do Not Call"
Im Laufe des Freitags sollen eine Gratisnummer und eine Website
freigeschalten werden, auf der sich Konsumenten registrieren lassen
können.
Die "Do Not Call"-ListeTrotz der verschärften Regeln gibt es Ausnahmen. Non-Profit- und politische Organisationen können weiterhin anrufen. Unternehmen dürfen Konsumenten, die bereits bei ihnen gekauft haben, bis zu 18 Monate nach dem Kauf anrufen. Hier muss der Konsument mit der jeweiligen Firma ein Übereinkommen treffen, falls er das nicht wünscht.
Die Opt-out-Liste muss von den Telemarketern finanziert werden. Diese sind naturgemäß nicht glücklich über die neue Verordnung. Sie argumentieren außerdem, dass eine einheitliche Opt-out-Liste optimal gewesen wäre. Die FCC hat sich für eigene Listen pro Bundesstaat entschieden.
