Elektronikhändler Yakumo wird liquidiert

pleite
25.01.2007

Übernahme durch Maxdata gescheitert

Der deutsche Computer- und Elektronikhändler Yakumo gibt auf. Das in Braunschweig ansässige Unternehmen gehe aber nicht in die Insolvenz, sondern werde alle Verbindlichkeiten erfüllen, sagte am Donnerstag eine Sprecherin und bestätigte damit einen Bericht des Branchendienstes IT-Business.net.

Die Yakumo GmbH werde liquidiert. Die Mitarbeiter seien am Dienstag informiert worden. Den ursprünglich geplanten Auftritt auf einer Veranstaltung des High-Tech-Presseclubs am Donnerstag sagte Yakumo kurzfristig ab.

Made in China

Yakumo hatte seine Produkte nicht selbst entwickelt und produziert, sondern kaufte auf dem Weltmarkt verfügbare Komponenten zusammen, um die Geräte in China montieren zu lassen. Im Jahr 2005 machte das Unternehmen einen Umsatz von 200 Millionen Euro.

Auch in Österreich bot Yakumo seine breite Produktpalette von Monitoren über Rechner und Navigationssysteme bis hin zu MP3-Playern an.

Ex-Vobis-Manager

Die Firma wurde von Jürgen Rakow geführt, der zuvor an der Sanierung der Computerkette Vobis beteiligt war. Im Herbst 2006 sollte Yakumo von Maxdata [Marl] übernommen werden, um Maxdata einen Einstieg in das Verbrauchergeschäft zu ermöglichen.

Nach dreimonatiger Prüfung trat Maxdata jedoch von seinen Kaufabsichten zurück. Nach der Liquidierung sollen Garantie- und Serviceanfragen von Yakumo-Kunden weiterhin von einer Servicegesellschaft bearbeitet werden.

(dpa | futurezone)