24.06.2003

2003

Bildquelle: ORF.at

Weiter Wachstum für Funknetze

Die Zahl der drahtlosen Internet-Zugänge via WLAN [Wireless Local Area Network] wird in diesem Jahr weiter stark zunehmen.

Wie der Marktforscher Gartner mitteilte, wird die Zahl der Hotspots in Europa in diesem Jahr von 829 auf 15.308 förmlich explodieren. Für 2005 rechnen die Analysten bereits mit über 39.000 Hotspots.

Gleichzeitig warnt der Marktforscher aber vor einer Übersättigung des Marktes.

Zu hohe Erwartungen

Die Erwartungen, welche die Industrie in WLAN setze, würden vorerst enttäuscht werden. Daher werde es nach der Hype-Phase der überzogenen Erwartungen zu einer massiven Desillusionierung kommen.

Die Hotspots brauchten Zeit, um eine ausgereifte Zugangsplattform zu werden und die "Ebene der Produktivität" zu erreichen, heißt es weiter.

Auch Forrester Research ordnete sich unlängst in die Reihen der WLAN-Skeptiker ein und warnte vor einem Crash. Die Analysten befürchten, dass es vor allem an Usern für die Hotspots, die derzeit überall aus dem Boden schießen, mangeln werde.

Viele Gelegenheits-User

Weltweit legt die Zahl der Hotspots im Jahr 2003 auf 71.000 zu.

Bei den User-Zahlen erwartet Gartner weltweit einen Anstieg von 2,5 Millionen im Vorjahr auf 9,3 Millionen in diesem Jahr.

Obgleich die Zahl der Anwender nach der Einschätzung von Gartner also "dramatisch" steigt, ist der Zuwachs in der Anwendung eher gering: "Von den 2,5 Mio. Konsumenten im Vorjahr war die überwiegende Mehrheit, nämlich 91 Prozent, zur Gruppe der Gelegenheits-User zu zählen", schreibt der Marktforscher.

Funknetze sicherer machen

Meldungen über zahllose ungeschützte WLANs haben der Technik einen schlechten Ruf in puncto Sicherheit eingebracht.

Dass dem so ist, liegt nicht daran, dass es sich generell um eine unsichere Technologie handelt, sondern an der Konfiguration des Equipments.

Die Standardeinstellung der Hersteller zielt nämlich auf schnelle Inbetriebnahme des WLAN und einfaches Log-in für den User.

Schon die relativ einfache Kombination aus Unterdrückung des Netzwerknamens, Authentifizierung der einloggenden MAC-Adresse und DES-Verschlüsselung ergibt ein gewisses Maß an Sicherheit.