Jetzt klagt Oracle PeopleSoft
Im milliardenschweren Übernahmepoker um den US-Softwarehersteller PeopleSoft hat Oracle sein Angebot kräftig nachgebessert und gleichzeitig Klagen gegen die Unternehmensführung des Konkurrenten angekündigt.
Wie Oracle am Miittwoch in Redwood Shores mitteilte, beläuft sich die Offerte nun insgesamt auf 6,3 Milliarden Dollar. Oracle hatte zunächst 5,1 Milliarden Dollar geboten. Das war von der PeopleSoft-Führung mit durchaus harschen Worten zurückgewiesen worden.
Oracle-Chef Larry Ellison betonte, Vertreter seines Unternehmens hätten in den vergangenen Tagen mit PeopleSoft-Anteilseignern gesprochen, die eine Mehrheit an der Firma hielten.
Oracle kündigte gleichzeitig an, gegen PeopleSoft und den Vorstand des Unternehmens Klage einzureichen. Grund sei der Versuch, den PeopleSoft-Aktionären die Möglichkeit zu nehmen, das Oracle-Angebot zu akzeptieren.
SAP sieht Oracle in der DefensiveDie Interessen der Aktionäre
Die PeopleSoft-Führung habe mit ihrer kategorischen Ablehnung der Offerte gegen ihre Pflichten verstoßen, weil sie nicht im besten Interesse ihrer Aktionäre gehandelt habe.
Neben PeopleSoft richtet sich die Klage auch gegen J.D. Edwards, ein Unternehmen, mit dem PeopleSoft fusionieren will.
Oracle erklärte nun definitiv, bei einer erfolgreichen Übernahme nicht an dem Kauf von J.D. Edwards festhalten zu wollen.
PeopleSoft hatte vor einigen Tagen erklärt, neben einer Verunsicherung der Kunden sei es Ziel des Übernahmeangebots von Oracle, den Zusammenschluss mit J.D. Edwards zu verhindern.
