Grassers teure Website
"Für diese Website allein scheint mir so eine Summe etwas hoch gegriffen", sagte Christoph Wize, Geschäftsführer der Wiener Pixelwings, seit 1995 im Geschäft mit Webdesign.
Über den Daumen, so Wize weiter, sei ein Auftritt wie jener von Finanzminister Karl-Heinz Grasser mit allem Drumherum wie Logo-Entwicklung, zugeschaltetetem Content-Management-System etc. für rund die Hälfte bis zwei Dritteln dieses Gelds auf dem freien Markt zu haben.
Allerdings nicht bei Pixelwings, so Wize weiter, man habe zwar Ministerien [Infrastrukturministerium] und Institutionen [Nationalbibliothek] als Kunden, "Websites für Parteien oder Politiker machen wir prinzipiell nicht".
Allerdings ...
Sollte freilich ein Wartungsvertrag existieren, der Zulieferung
und Aufbereitung von Inhalten auf zwei, drei Jahre beinhalte, könne
die kolportierte Summe von 200.000 Euro oder mehr durchaus
hinkommen, so Wize weiter.
Karlheinzgrasser.atDer Verein, der Grassers Website betreibt, hat mindestens 175.000 Euro zur Erstellung der Webseite bekommen. In der aktuellen Ausgabe des "Falter" sind Zuwendungen in der Höhe von 220.000 Euro aufgeführt.
Der aktuelle Stand der DiskussionDas Kommunikationsaufkommen
Die Website stand Mittwochnachmittag zeitweise unter beträchtlichem Verkehr, die Antwortzeiten lagen bei etwa 1.000 Millisekunden.
Ein nennenswertes, nach außen sichtbares Kommunikationsaufkommen generiert sie ansonsten nicht.
Der Chatroom war am Nachmittag bis auf zufällig hereingeschneite Besucher, die schnell wieder verschwanden, den ganzen Tag über leer.
Von den 27 Links bei Google auf Grassers Site betrifft ein Großteil eine gefälschte Mail des Finanzministers, die 2002 in Umlauf war.
Gerade ein Drittel sind "echte" LinksNeun echte Links
Im Ranking von Alexa.com liegt karlheinzgrasser.at unter "ferner
liefen", gerade neun echte Links von außen listen die Statistiker
für diese Website auf.
