16.06.2003

SCHLAMM

Bildquelle: BBC

Oracle und PeopleSoft im harten Clinch

Die Schlacht um die angestrebte feindliche Übernahme zwischen Oracle und PeopleSoft wird immer härter. Die Unternehmen fechten ihren Streit nicht nur vor mehreren Gerichten aus, sondern kämpfen nun auch in ganzseitigen Anzeigen in großen US-Tageszeitungen um die Gunst der Aktionäre und der Kunden.

"Lasst euch vom Verwaltungsrat nicht eure Wahl wegnehmen", wandte sich Oracle am Montag in riesigen Zeitungsanzeigen direkt an die PeopleSoft-Aktionäre. "Bargeld von Oracle" statt einer "unsichere Zukunft mit dem gegenwärtigen Management", hieß der Oracle-Anreißer.

Wiederholt verwies Oracle-Chef Larry Ellison auf den in den letzten Jahren stark gefallenen PeopleSoft-Aktienkurs und die schrumpfenden Neulizenz-Einnahmen.

Clinch mit dem Ex-Chef

PeopleSoft-Chef Craig A. Conway, selbst ehemaliger Oracle- Mitarbeiter, warf Oracle seinerseits am Montag in ganzseitigen Zeitungsanzeigen vor, mit der feindlichen Übernahme nur die Vernichtung von PeopleSoft als starken Konkurrenten zu bezwecken.

Oracle wolle sämtliche PeopleSoft-Produkte aufgeben und die Kunden zwingen, sich auf Anwendungs- und Datenbank-Software von Oracle umzustellen.

An die eigenen Kunden plädierte Conway, die Gesellschaft mit geplanten Käufen in diesem Monat zu unterstützen. Sein Unternehmen werde die angestrebte Fusion mit J.D. Edwards "zuversichtlich fortsetzen", sagte Conway.