OneTwoSold peilt 2003 schwarze Zahlen an
Das österreichische Online-Auktionshaus will 2003 operativ schwarze Zahlen schreiben. "Müssten wir nicht im Sommer neue Server anschaffen, wären wir sogar klar positiv", sagte Geschäftsführer Franz Karner am Freitag vor Journalisten.
OneTwoSold ist im Februar 2000 online gegangen. Heute sei man mit 240.00 registrierten Usern die größte E-Commerce-Plattform Österreichs.
Karner führt den rasanten Aufstieg primär auf intensive persönliche Kundenbetreueung zurück, die man dem Online-Unternehmen von Anfang an verordnet habe.
"Wir wollten keine Frequently Asked Questions auf unsere Seite stellen", betont Karner. Auch sonst habe man Ideen zur verstärkten Automatisierung wieder verworfen. Zwölf der 15 Mitarbeiter von OneTwoSold - zwei Drittel davon kamen übrigens von der Lauda Air - sind mit der Beantwortung der rund 2.500 bis 3.000 Anfragen beschäftigt, die pro Woche beim Online-Versteigerer eintreffen. Alle E-Mails würden binnen vier Stunden beantwortet. OneTwoSold befindet sich wie das Wiener Dorotheum mehrheitlich im Eigentum von Familienmitgliedern der Kärntner Bau-Dynastie Soravia und "Krone"-Chefredakteur Christoph Dichand.
OneTwoSold kauft DorotheumUmsätze steigen
2002 verzeichnete das Internet-Auktionshaus ein Transaktionsvolumen von 33 Mio. Euro. 95 Prozent der Umsätze laufen dabei zwischen privaten Anbietern und Käufern.
In den ersten fünf Monaten 2003 lag man bereits bereits bei 20 Mio. Euro, fast ein Drittel höher als Ende Mai 2002. Pro Tag kommen im Schnitt 130.000 Besucher auf die Seite, 3.500 Artikel werden verkauft.
Die OneTwo internet HandelsGmbH betreibt neben den Aktivitäten in Österreich eine Site in Deutschland sowie in Polen und der Slowakei, um "einen Fuß in der Tür" zu haben. Weitere Auslandsaktivitäten sind derzeit nicht geplant.
