12.06.2003

GEGEN LINUX

Bildquelle: ORF.at

SCO will IBM Unix-Lizenz wegnehmen

Die SCO Group, die IBM beschuldigt, Teile des Unix-Codes illegal zu verwenden, will Big Blue die Lizenz für dessen Unix-Derivat AIX entziehen.

SCO hat IBM um eine Milliarde USD verklagt und 1.500 andere Unternehmen verwarnt. Teile des Unix-Codes sollen sich demnach im freien Betriebssystem Linux wieder finden. Die Linux-Community hat auf diesen Angriff mit Empörung reagiert.

IBM sieht das naturgemäß anders und hält den Unix-Lizenzvertrag für unwiderruflich und immerwährend.

SCO, vormals Caldera Systems, hält das geistige Eigentum an Unix, stellt aber auch selbst eine Unix-Version her. Im ersten Halbjahr des aktuellen Fiskaljahres konnte SCO einen Gewinn von 3,8 Mio. USD verzeichnen, nach einem Verlust von 17,6 Millionen.

Als prominenter Unterstützer hat Microsoft Lizenzgebühren nachgezahlt, um weiter Software entwickeln zu können, die mit Unix zusammenarbeitet. Das wird jedoch weithin als ein Schachzug gegen Linux gesehen, das dem Softwareunternehmen vor allem im Serverbereich Marktanteile nimmt.