Neun Prozent mehr Gewinn bei IBM

Q4 2009
20.01.2010

IBM hat für das abgelaufene Quartal gute Zahlen gemeldet und damit die Hoffnung auf ein Ende der Krise genährt. Ein starkes Server- und Software-Geschäft brachte IBM 4,8 Milliarden Dollar Gewinn ein.

Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Je Aktie entspricht das einem Überschuss von 3,59 Dollar nach 3,27 Dollar im Jahr zuvor. "IBM profitiert weiterhin von seiner strategischen Neuausrichtung", sagte Unternehmenschef Samuel Palmisano am Dienstagabend.

Der Umsatz ging erstmals seit fünf Quartalen mit 0,8 Prozent wieder leicht auf 27,2 Milliarden Dollar nach oben. Im Gesamtjahr konnte IBM seine eigene Gewinnprognose übertreffen und verdiente je Anteilsschein 10,01 Dollar.

In diesem Jahr soll der gute Lauf anhalten. IBM will mindestens elf Dollar je Aktie übrig behalten, was noch mehr ist als ursprünglich erhofft. Nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen fielen IBMs Aktien dennoch - die Analysten hatten noch bessere Zahlen erwartet.

IBM hat die Wirtschaftskrise damit von Anfang an wesentlich besser weggesteckt als die meisten anderen Unternehmen. Der Konzern setzt seit langem auf Software und auf IT-Dienstleistungen für Unternehmenskunden. Der Bereich Dienstleistungen legte im abgelaufenen Quartal ebenfalls um neun Prozent zu.

Kosten sollen weiter gesenkt werden

IBM-Finanzchef Mark Loughridge kündigte in einer Telefonkonzernz an, dass der Wandel von IBM anhalten werde. "Wir gehen in die Bereiche, die uns den meisten Wert versprechen." Erst Ende vergangenen Jahres hatte IBM die Statistiksoftware-Firma SPSS übernommen.

Gleichzeitig will IBM die eigenen Kosten weiter drücken. Tausende Stellen sind bereits weggefallen. "Das erlaubt uns, auch mit sehr schwierigen Marktbedingungen umzugehen", erklärte Loughridge.

Unternehmen investieren wieder mehr

IBM gilt wegen seiner breiten Angebotspalette als wichtiger Gradmesser für die gesamte IT-Branche. Die Zahlen stützten einmal mehr das Bild, das vor wenigen Tagen der Halbleiterprimus Intel gezeichnet hatte: Die Unternehmen rund um den Globus investieren nach Monaten der Lähmung wieder in ihre Computerausstattung. Das deuten Experten als Zeichen für eine grundsätzliche Erholung der Wirtschaft.

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(dpa)