Auch EMI verklagt Bertelsmann
Der weltweit drittgrößte Musikkonzern EMI schließt sich der Klage gegen den deutschen Bertelsmann-Konzern wegen der Finanzierung der Online-Tauschbörse Napster an.
Bertelsmann habe das illegale Musikservice mit Kapital unterstützt und somit groß angelegte Urheberrechtsverletzungen gefördert.
Bereits im Februar reichten mehrere Musik-Publisher und Songwriter eine 17-Milliarden-USD-Klage gegen Bertelsmann ein. Mitte Mai trat die Universal Music Group der Klage bei.
Weitere Investoren geklagt
Ende April haben Universal und EMI auch die Napster-Investoren
Hummer Winblad, eine Venture-Capital-Gruppe, vor den Kadi gezerrt.
Weitere Napster-NachwehenMit 90 Millionen USD unterstützt
Napster hatte zu seinen Glanzzeiten im Jahr 2000 rund 60 Millionen Nutzer, die Musiktitel über das Internet tauschten.
Der Tauschbörsen-Pionier ging nach einem Urteil eines Gerichts in San Francisco im Juli 2001 offline. Bertelsmann hatte die Tauschbörse bis dahin finanziell mit rund 90 Mio. USD unterstützt.
Die Kläger vertreten die Meinung, der deutsche Konzern habe von den Copyright-Verletzungen gewusst. Bertelsmann hält dem entgegen, dass versucht worden sei, ein legales Service aufzubauen.
