Chinas Jugend von Handysucht bedroht
In China, dem Land mit den weltweit meisten Handy-Usern, soll sich laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua ein neues Problem anbahnen- die Meldung im Wortlaut:
"Unter Chinas Jugend macht sich mit dem so genannten 'Handy-Abhängigkeitssyndrom' eine neue psychische Krankheit breit. Betroffene lassen sich leicht ablenken und können sich laut Psychologen Yang Ling nur schwer auf ihre Arbeit konzentrieren.
'Läutet ihr Mobiltelefon eine Zeit lang nicht, reagieren sie besorgt und checken das Handy, um sicherzugehen, dass es richtig eingestellt ist', so Yang.
'Vom Syndrom Betroffene verwechseln auch fälschlicherweise häufig das Läuten eines anderen Telefons mit dem eigenen und neigen zur schlechten Laune', setzt Yang fort.
Die Symptome treten dann zu Tage, wenn die Anrufe weniger werden oder das Handy verloren geht. Der Psychologe fügt hinzu, dass diese Symptome für die neu auftretende psychische Krankheit typisch seien.
"Menschenscheu, exzentrisch, unsicher"
Besonders ausgeprägt ist die Krankheit laut Yang bei eher menschenscheuen, exzentrischen sowie unsicheren Personen - auffallend häufig dabei in der Gruppe der Jugendlichen.
Während einige durch den Handygebrauch Kontakt mit der Umwelt suchten, um so sicherzustellen, von der Gesellschaft nicht vergessen oder gar fallen gelassen worden zu sein, erhoffen sich andere dadurch, ein Image aufzubauen. Die exzessive Handynutzung soll das unterstützen. [...]
Yang rät vor allem Jugendlichen, dem Handy nicht allzu viel Bedeutung zuzumessen und sich mit anderen Tätigkeiten abzulenken. Gelinge das nicht, sollte so rasch wie möglich ein Psychologe zu Rate gezogen werden."
