Österreichs Notebook-Markt schwächelt
Laut dem Marktforschungsunternehmen GfK waren die Notebook-Verkäufe in Österreich im Juli und August erstmals rückläufig. Das Geschäft mit Desktop-Rechnern und Monitoren läuft weiterhin schwach.
Die Nachfrage nach technischen Gebrauchsgütern zeigte sich zwar auch im dritten Quartal 2009 auf einem hohen Niveau, die Elektrobranche kämpft in Österreich dennoch mit einem Umsatzrückgang. Während dieser im ersten Quartal vier Prozent und im zweiten drei Prozent hinter dem Vorjahreszeitraum lag, betrug das Minus im dritten Quartal "nur noch zwei Prozent". Das geht aus Daten des Marktforschers GfK hervor, die am Montag veröffentlicht wurden.
Für das aktuelle Ergebnis verantwortlich waren laut GfK die rückläufigen Bereiche Telekommunikation (-8,4 Prozent) und Informationstechnologie (-6,5 Prozent). Während sich die Märkte für Unterhaltungselektronik (+0,1 Prozent), Elektrogroßgeräte (+0,7 Prozent), Foto (+0,1 Prozent) und Office-Geräte (+0,4 Prozent) mit einer schwarzen Null konsolidiert hätten, waren Elektrokleingeräte (+6,1 Prozent) mit einem Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ganz vorne. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum noch bei acht Prozent. In Summe hat die Branche im dritten Quartal 2009 818 Millionen Euro umgesetzt. Im Vergleichszeitraum 2008 waren es noch 830 Millionen Euro.
Weniger Notebooks verkauft
Laut GfK erstmalig rückläufig waren die Notebook-Verkäufe im Juli und August, während diese im September wieder leicht zulegten. Der Netbook-Markt sei nach wie vor das einzige Segment mit signifikant wachsenden Umsätzen. Desktop-Geräte wie Monitore wiesen weiterhin fallende Absatz- und Umsatzzahlen auf, was nicht zuletzt auf den ständig steigenden Anteil von Desktop-Replacement-Geräten (Notebooks mit Bildschirmgrößen über 17 Zoll) zurückzuführen sei.
Auf dem Telekommunikationsmarkt würde die Verlagerung von herkömmlichen Mobiltelefonen zu Smartphones für eine relativ stabile Entwicklung sorgen. Weiterhin positiv entwickle sich auch der Anteil vertragsfrei verkaufter Handys. Deutlich hinter dem Vorjahr liegen die Verkäufe von ans Festnetz gebundenen Endgeräten wie Telefonen, Anrufbeantwortern und Faxgeräten. Für das Umsatzminus mit verantwortlich sei auch der starke Preisverfall bei Handys, so GfK gegenüber ORF.at.
Blu-ray-Player stagnierend
Im Bereich der Unterhaltungselektronik wurde zwar in den ersten drei Quartalen ein Absatzplus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt, der Umsatz sank jedoch um knapp ein Prozent. Im Trend seien weiterhin LCD-Flachbildschirme: Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurde um ein Viertel mehr abgesetzt, der Umsatz stieg in diesem Bereich um zehn Prozent. Das generelle Umsatzminus sei auf den negativen Einfluss der schwächelnden Plasmamodelle zurückzuführen.
Stagnierende Zahlen im Unterhaltungsbereich gebe es bei Blu-ray-Playern. Im vergangenen Quartal machten diese laut GfK elf Prozent der Verkäufe aller Player aus, wie auch im zweiten Quartal 2009. Laut dem Marktforscher stellt sich hier immer noch die Frage der "Leistbarkeit", die mit sinkenden Preisen in den Hintergrund rücke. Im September wurde bereits jedes zweite Gerät um 200 Euro und weniger verkauft.
