Swisscom steigert Gewinn

ZAHLEN
11.11.2009

Erwartungen der Börse knapp übertroffen

Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom hat in den ersten neun Monaten mehr verdient. Der Reingewinn stieg um 16,6 Prozent auf 1,534 Milliarden Franken (eine Mrd. Euro). Ohne Sondereffekte wäre der Gewinn stabil geblieben, gab Swisscom am Mittwoch bekannt.

Starker Franken belastet Ergebnis

Die Gewinnsteigerung sei vor allem die Folge von geringeren Abschreibungen. Zudem sei das Vorjahresergebnis durch die Auflösung von langfristigen Leasingvereinbarungen belastet worden, hieß es weiter.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um ein Prozent auf 3,58 Mrd. Franken. Der Umsatz ging indes um 1,8 Prozent auf 8,925 Milliarden Franken zurück. Dabei machte die Stärke des Schweizer Frankens dem Konzern zu schaffen. Wären die Wechselkurse stabil geblieben, wäre der Umsatz lediglich um 0,3 Prozent gesunken. Und das Betriebsergebnis hätte gar ganz leicht zugelegt.

Erwartungen übertroffen

Damit hat der Konzern die Erwartungen des Finanzmarkts ziemlich genau getroffen oder sogar etwas übertroffen. Analysten hatten laut der Finanznachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 8,931 Mrd. Franken und einem Reingewinn von 1,5 Mrd. Franken gerechnet.

Der Druck auf die Preise durch den Wettbewerb und die Regulierung hätten im Schweizer Geschäft 240 Mio. Franken weggefressen. Das habe die Swisscom nicht durch das Wachstum bei Kunden und neuen Angeboten kompensieren können. Auch IT Services litt darunter, dass sich Banken bei der Informatik zurückhaltend zeigten sowie die Wirtschaftskrise im IT-Projektgeschäft durchschlug.

Rückläufiges Geschäft erwartet

Die Swisscom erwartet für das laufende Jahr unverändert ein rückläufiges Schweizer Geschäft. Das sei die Folge des anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks, der Entbündelung der "letzten Meile" und des abflachenden Wachstums im Mobilfunk und Breitbandinternet.

Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet die Swisscom ohne die Tochter Fastweb wie bisher einen Nettoumsatz von 9,2 bis 9,3 Mrd. Franken. Das wären 300 Mio. Franken weniger als 2008. Beim EBITDA rechnet der Konzern mit 3,8 bis 3,9 Mrd. Franken.

(APA/sda)