© APA/EPA/Xavier Bertral, Microsoft CEO Steve Ballmer

Microsoft schwächelt vor Windows-7-Start

BÖRSE
23.10.2009

Im letzten Quartal vor dem Start des neuen Betriebssystems Windows 7 musste Microsoft einen starken Einbruch bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Die Zahlen fielen trotzdem besser aus, als die Börse erwartet hatte.

Der weltgrößte Software-Konzern Microsoft setzt nach einem heftigen Umsatz- und Gewinneinbruch alle Hoffnung auf sein neues Betriebssystem Windows 7. Im letzten Geschäftsquartal vor dem gerade gestarteten Windows-Vista-Nachfolger fiel der Überschuss um 18 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Dollar (2,4 Mrd. Euro).

Der Umsatz gab um 14 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar nach. Das gab der US-Konzern am Freitag am Sitz in Redmond (US-Bundesstaat Washington) bekannt.

Gute Zahlen dank Windows und Xbox

Allerdings gab Microsoft zu Protokoll, dass im vergangenen ersten Quartal des Geschäftsjahres gerade Windows und die Spielekonsole Xbox die Zahlen gestützt und die Erwartungen übertroffen hatten.

Die Zahlen für das Ende September abgeschlossene erste Geschäftsquartal 2009/2010 fielen insgesamt deutlich besser aus, als Analysten zuvor im Schnitt geschätzt hatten. Die Aktie reagierte im vorbörslichen US-Handel mit einem deutlichen Plus.

Mehr Gewinn im Entertainment-Bereich

In der Windows & Live Division machte Microsoft bis Ende September 2009 einen Umsatz von 2,6 Milliarden US-Dollar. Im Vergleichszeitraum 2008 waren es noch 4,2 Milliarden gewesen. Auch der Gewinn in dieser Abteilung fiel um gut 50 Prozent von rund 3,1 auf 1,5 Milliarden Dollar. Hierfür ist sicher die Zurückhaltung der Käufer in Erwartung des neuen Betriebssystems Windows 7 mit verantwortlich. Zudem werden bereits erzielte Umsätze für Upgrades von früheren Versionen erst später gebucht. Das "Wall Street Journal" schreibt, dass bereits erzielte Umsätze mit Windows 7 in Höhe von 1,47 Milliarden Dollar erst im folgenden Quartal gebucht werden, womit der Umsatzrückgang relativiert ist.

Besser lief es hingegen in der Abteilung Entertainment and Devices mit der Spielekonsole Xbox und dem MP3-Player Zune, die zwar etwas weniger Umsatz verzeichnete (1,891 Mrd. statt 1,893 Mrd. US-Dollar), aber den Gewinn von 159 auf 312 Millionen Dollar steigern konnte. Steigerungen gab es auch beim Gewinn der Online Services Division (von 321 auf 480 Millionen Dollar) und bei der Abteilung Server and Tools (von 1,044 Milliarden auf 1,283 Milliarden Dollar).

(dpa/futurezone)