EU-Beihilfen für Dell-Werk in Polen

UNTERSTÜTZUNG
23.09.2009

Kommission genehmigt Förderung von 54,5 Millionen Euro

Wie die Europäische Kommission am Mittwoch in einer Aussendung bekanntgegeben hat, wurde für ein neu errichtetes Dell-Werk in Polen eine Regionalbeihilfe in der Höhe von 54,5 Millionen Euro genehmigt. Im Dezember 2008 leitete die Kommission ein Prüfverfahren ein, da sie ursprünglich Zweifel an der Vereinbarkeit der Beihilfe mit den Vorgaben für staatliche Regionalbeihilfen für große Investitionsvorhaben hatte.

Wie EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in der Aussendung erklärte, wiege "der Beitrag des Projekts zur regionalen Entwicklung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in einer benachteiligten Region Polens etwaige negative Rückwirkungen auf".

Werk schafft Ausgleich

Die Prüfung habe ergeben, dass die Beihilfe für Dell einen Anreiz darstelle, die Produktionsstätte in Lodz zu errichten, "da sie einen Ausgleich für die dort im Vergleich zu einem anderen möglichen Standort in Osteuropa herrschenden ungünstigeren Investitionsbedingungen schafft". Die Beihilfe umfasse jenen Betrag, der zur Kompensation der mit dem Standort Lodz verbundenen Nettomehrkosten erforderlich sei.

Was die negativen Auswirkungen der Beihilfe anbelange, sei die Kommission zum Schluss gekommen, dass die EU-Unterstützung "nicht zur Verdrängung von Wettbewerbern oder zum Aufbau beträchtlicher Produktionskapazitäten in einem schrumpfenden Markt (Desktops) führt, da nachgewiesen wurde, dass das Werk unabhängig von der Beihilfe auf jeden Fall gebaut worden wäre". Auch resultiere Dells Entscheidung, seine Produktionsstätte in Irland zu schließen, nicht aus der von den polnischen Behörden bewilligten Beihilfe.

3.000 Arbeitsplätze

Dell Products Poland, eine Tochtergesellschaft des US-Unternehmens Dell, hat eine Produktionsstätte für Desktops, Notebooks und Server in der Region Lodz errichtet, wodurch voraussichtlich bis zu 3.000 Arbeitsplätze entstehen sollen. Die Produktionsstätte wurde im Jänner 2008 eröffnet und beschäftigt derzeit 1.700 Personen, hieß es in der Aussendung.

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