Restrukturierung bei EMTS
Die Hauptversammlung des börsennotierten Salzburger Handy-Dienstleisters EMTS hat am Freitag grünes Licht für eine Kapitalerhöhung, einen Aktienrückkauf und die Verlegung des Firmensitzes von Elsbethen nach Wien gegeben.
Sollte die Kapitalerhöhung wie geplant durchgehen, rechnet EMTS-Chef Christian Rosner mit der Hereinnahme eines strategischen Investors ab Spätsommer/Herbst.
Nicht nur Handys servicieren
EMTS, das in den vergangenen Monaten laufend Tochterfirmen in
Konkurs geschickt bzw. verkauft hat, werde sich künftig auf
Deutschland, Italien und Spanien konzentrieren und das
Servicierungs-Portfolio auf Monitore, Laptops und Drucker erweitern,
kündigte Rosner vor Journalisten an.
EMTS"Signifikant operativ positiv"
Heuer sei in diesen drei Ländern ein Umsatz von 35 Mio. Euro und die Servicierung von 680.000 Geräten geplant, bis April habe man in Deutschland, Spanien, Italien und Dänemark mit 570 Mitarbeitern, drei Reparaturwerkstätten und 24 Service-Centers bereits 12,6 Mio. Euro umgesetzt und für Siemens, Motorola, Telefonica und Telecom Italia 315.000 Geräte serviciert, berichtete Rosner.
Diese Töchter seien konsolidiert "signifikant operativ positiv". Bis Jahresende plane EMTS den Abbau von 100 Mitarbeitern. Die Tochter in Dänemark werde im August ihren Betrieb einstellen, zumal Nokia hier für 60 Prozent des Umsatzes verantwortlich gewesen sei, sagte Rosner.
Nokia hatte Anfang Februar 2003 die Verträge mit EMTS gekündigt.
Als künftiger strategischer Partner kämen drei bis vier Firmen in die engere Auswahl, sagte Rosner. Mit dem neuen Partner oder allein wolle EMTS künftig auch einen "Osteuropa-Hub" dazunehmen. Als Standort für eine solche "Low-Cost-Reparaturwerkstätte" werde derzeit die Slowakei geprüft.
