Insolvente Nortel rutscht tiefer ins Minus
Umsätze um ein Viertel zurückgegangen
Der Verlust des insolventen Telekommunikationsausrüsters Nortel hat sich im zweiten Quartal ausgeweitet. Restrukturierungskosten und massive Umsatzeinbußen trieben den Fehlbetrag auf 274 Millionen Dollar (193 Mio. Euro) von 113 Millionen Dollar (80 Mio. Euro) im Vorjahresquartal, wie der einstige Telekommunikationsgigant am Montag mitteilte. Die Umsätze fielen um 25 Prozent auf 1,97 Milliarden Dollar (1,39 Mrd. Euro).
Nortel begründete den Einbruch mit dem anhaltenden Wirtschaftsabschwung und der durch den Gläubigerschutz entstehenden Unsicherheit. Weiter erklärte das kanadische Unternehmen, dass der Vorstandsvorsitzende Mike Zafirovski wie erwartet den Konzern verlassen werde. Das Direktorium werde auf drei von zuvor neun Mitgliedern reduziert.
Im Jänner hatte Nortel in den USA und Kanada Insolvenz angemeldet. Die Mobilfunksparten von Nortel schnappte kürzlich die schwedische Firma Ericsson dem deutsch-finnischen Joint-Venture Nokia Siemens Networks weg. Ein kanadischer Regierungsausschuss untersucht derzeit, ob der Ausschluss des BlackBerry-Herstellers Research in Motion (RIM) aus dem Bieterverfahren rechtens war.
(Reuters)
