26.05.2003

WIEDER WENDE

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Stadt München nun doch für Linux

Die bayerische Landeshauptstadt München wird ihre Rechner trotz persönlichen Einsatzes und weit reichender Rabattangebote von Microsoft-Chef Steve Ballmer voraussichtlich dennoch auf Linux umstellen.

Politiker des rot-grünen Rathausbündnisses sprachen nach entsprechenden Fraktionsentscheidungen am Montag von einem Signal in dem prestigeträchtigen Duell zwischen den Betriebssystemen Windows und Linux.

Die Verwaltung der Millionenstadt schlage damit eine Bresche in die monopolartige Stellung des Marktführers Microsoft, so der Vizechef der Grünen-Fraktion, Boris Schwartz.

Ballmer unterbrach Urlaub

Ballmer persönlich hatte im April seinen Urlaub in der Schweiz unterbrochen, um Oberbürgermeister Christian Ude von einer Entscheidung für Microsoft zu überzeugen.

Der weltgrößte Softwarekonzern soll zuvor einen Rabatt von 15 Prozent eingeräumt haben, um seinen Konkurrenten Linux auszustechen.

München könnte die erste deutsche Großstadt sein, die auf das konkurrierende Linux-Betriebssystem umsteigt. Der Entscheidung in München wird Symbolcharakter für die anstehende Ausrüstung von kommunalen Verwaltungen zugesprochen. Auch der deutsche Bundestag will künftig auf das freie Betriebssystem Linux setzen.