USA suchen neuen Sicherheitschef
In spätestens zwei Wochen soll die US-Regierung einen neuen Leiter für Internet-Sicherheit ernennen, der die bisherige Funktion des Beraters für Internet-Sicherheit übernehmen soll.
Damit wird die Funktion ansich innerhalb des US-Heimatschutzministeriums gestärkt. Doch Kritiker bezweifeln, dass der neue Mann, der dann voraussichtlich drei Stufen unter dem Ministeriums-Leiter Tom Ridge steht, auch ausreichend Macht haben wird um die Belange der Interessensgruppen ausreichend zu vertreten.
Vor allem die US-Wirtschaft will einen starken Mann, der ihre Interessen bezüglich etwaiger Bedrohungen aus dem Netz vertritt. Sie bemängelt zudem, dass das Weiße Haus sich zuwenig für ihre Belange diesbezüglich interessiert.
DEr letzte Berater für Internetsicherheit, Howard Schmidt, hatte nach nur zwei Monaten seinen Rücktritt erklärt. Schmidt erklärte in einer E-Mail an seine Mitarbeiter, viele seiner früheren Zuständigkeiten seien inzwischen dem Heimatschutzministerium übertragen worden.
Berater für Internet-Sicherheit tritt zurückAufgabengebiete
Der neue Leiter wird für die Umsetzung der zahlreichen Empfehlungen des noch unter Richard Clarke, bis Februar Bushs Berater für Internet-Sicherheit, verabschiedeten "National Strategy to Secure Cyberspace" verantwortlich sein.
Der neue Leiter soll zudem auch für Sicherheitsbelange von Flughäfen, Gebäuden, Brücken und Pipelines verantwortlich sein, soweit diese dem Internet zuzuschreiben sind.
Derzeit werden diese Aufgaben von der Abteilung für Informationsanalyse und Infrastrukturschutz des Heimatschutzministeriums ausgeführt, eine von vier Abteilungen des Ministeriums.
Bisher sucht die US-Regierung noch nach potentiellen Kandidaten.
