Nordkorea trainiert Hacker-Garde
Das vollkommen verarmte Nordkorea, seit langem unter Verdacht, Atomwaffen zu entwickeln, soll nun noch eine weitere Waffe besitzen:
Angeblich sollen jährlich um die hundert Personen von der kommunistischen Regierung zu hochspezialisierten Computer-Hackern ausgebildet werden, um gegen/für Cyber-Attacken gerüstet zu sein.
Dies bereitet vor allem dem Nachbarland Südkorea Sorgen. Südkorea ist eines der am meisten "vernetzten" Länder und gerade diese totale Vernetzung macht das Land besonders anfällig für eventuelle Angriffe aus Nordkorea.
Virtuelles Aufrüsten auch in Südkorea
Man arbeite daran, die Sicherheit seiner eigenen
Computer-Infrastruktur weiter zu verstärken, gab Song Young-geun vom
südkoreanischen Militär bekannt. Dafür sei die Zusammenarbeit von
Militär, Wirtschaft und Wissenschaft vonnöten.
Weltrangliste der Hack-AttackenBreitband-Penetration von 70 Prozent
Anfang des Jahres legte eine Online-Attacke weltweit weite Teile des Internets lahm. Ursache war ein Wurm, der eine Sicherheitslücke im Microsoft SQL-Server ausnutzte.
Am schlimmsten traf es dabei Südkorea, der reguläre Internetverkehr wurde dort zeitweise komplett zum Erliegen gebracht.
Die Ursache hierfür wurde einerseits in der hohen Verbreitung von Breitbandzugängen [70 Prozent der Haushalte sind damit versorgt] gesehen, andererseits waren in Südkorea aber auch besonders viele Server [angeblich 60 Prozent] ohne den Schutz einer Firewall mit dem Netz verbunden.
Eine Bürgerrechtsbewegung erwog sogar Klage gegen MS wegen der entschandenen Schäden einzureichen. "Microsoft hat seine Kunden nicht ausreichend gewarnt. Schließlich besitzt das Unternehmen doch eine Kundenliste aller SQL-Server-User," begründeten die Koreaner ihre Ansprüche.
Wie "SQL-Slammer" eingeschlagen hat
