Software hält US-Kampfjetpiloten wach
Je hoch-technisierter der Krieg wird, umso schnelleres Entscheiden und Reagieren wird von den Soldaten verlangt. Die volle Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Die US-Air-Force will nun mit Hilfe eines neuen Computerprogramms sicher gehen, dass ihre Piloten im Cockpit nicht aufgrund von Übermüdung einschlafen.
Die Software mit dem Namen "Fatigue Avoidance Scheduling Tool" [FAST] wurde basierend auf den Ergebnissen von zehn Jahren Schlafforschung entwickelt. Sie soll Schlaf- und Wachperioden genau einteilen und vorhersagen, wann eine Person auf ihrem höchsten Leistungsniveau ist.
Vorgestellt wurde das Programm auf der vergangene Woche stattgefundenen 13. Asia-Pacific Military Medicine Conference in Bangokok, Thailand.
FASTSoftware teilt Schläfchen genau ein
Anhand eines Modells bezieht die FAST-Software alle nötigen Faktoren in die Berechnungen mit ein.
Der Computer wird zuerst mit den Daten des Piloten und der Mission gefüttert und teilt dem Flugzeugführer anhand dieser Angaben bei Langstrecken-Operationen zu kleinen Nickerchen ein.
"Niemand will 38 Stunden durchgehend wach sein und dann auch noch Bomben werfen müssen, " erklärte ein Teilnehmer der Konferenz. Im Afghanistan- und Irak-Krieg kamen etwa die gegen Radarerfassung gesicherten Tarnkappenbomber vom Typ B-2 bei derartigen langen Missionen zum Einsatz.
Bisher gab es "Go Pills" gegen Übermüdung
Bisher nahmen die Kampfjetpiloten der US-Luftwaffe Amphetamine, im Militär-Jargon so genannte "Go Pills" auch bekannt als die Partydroge "Speed", um aufkommende Müdigkeit der Piloten auf langen Missionen zu unterdrücken. Im April 2003 bombardierten zwei US-Piloten in Afghanistan unter Speed-Einfluss irrtümlich kanadische Soldaten.
