16.05.2003

E3 2003

Bildquelle: Pandemic

US-Soldaten trainieren mit der Xbox

Schon letztes Jahr zur weltgrößten Game-Messe Electronic Entertainment Expo [E3] in Los Angeles wurde ein Trend deutlich, nach dem Games mit Kriegsszenarien und Gefechtssimulationen, mit denen Soldaten trainieren, sich immer weiter annähern.

Pünktlich ein Jahr später erfährt dieser Trend mit dem Titel "Full Spectrum Warrior" einen neuen Höhepunkt:

Pandemic Studios hat die Software für die US-Army zu Trainingszwecken entwickelt und plant gleichzeitig eine Version für den kommerziellen Spielmarkt, die Anfang 2004 in die Läden kommen soll.

Besonders deutlich wird die Verschmelzung zwischen Training und Spiel durch die Tatsache dass beide Versionen auf der Xbox laufen sollen.

Helm, Gewehr und CD

Auf der E3 wurde die Gefechtssimulation erstmals ausgewählten Journalisten vorgeführt.

"Wenn man in die Armee der Zukunft eintritt, bekommt man einen Helm, ein Gewehr und eine von diesen [Full Spectrum Warrior-] Disks - Die Xbox hat man sowieso zuhause," kommentierte Pandemic-Entwickler Wil Stahl anschließend.

In "Full Spectrum Warrior" muss der Spieler oder der trainierende Soldat zwei leichte Brigaden durch feindliches Terrain führen. Dabei stehen zwei Szenarien zur Verfügung: Eines soll Bosnien, das andere "ein arabisches Land" darstellen.

Die Gegner sind - ganz "modernen Konflikten" angepasst - nicht unbedingt uniformiert und fahren mit Maschinengewehren bewehrte Pick-Up-Trucks. Wird ein Gegner erschossen, soll er "realistisch" bluten.

Rekrutierung mit Games

Die US-Marines trainieren schon seit 2001 mit einer Computer-Kampftrainingssimulation auf der Basis der kommerziellen Taktik-Kriegssimulation "Operation Flashpoint" ihre Einsätze.

Und zur Rekrutierung setzen die US-Militärs schon seit rund einem Jahr auf Computerspiele: Nach dem Erfolg des kostenlosen "America's Army: Operations" plant die US-Armee jetzt sogar weitere Updates und Features in das Spiel einzubauen.